Notizen vom Rande Europas

Seit November 2018 lebe und arbeite ich auf Lesbos. Die kleine griechische Insel am Rande der EU, nur wenige Kilometer von der türkischen Küste entfernt, ist erste europäische Anlaufstelle für Flüchtlinge vom Kongo bis Afghanistan. In Camp Moria warten sie, teilweise jahrelang, auf ihre Asylbescheide oder die Verlegung in ein besseres Lager auf dem Festland. 

Das bin ich.

Ich stamme aus dem Westerwald, habe in Leipzig und Halle Germanistik studiert und 13 Jahre lang gelebt, bis ich 2007 bei Campus für Christus einstieg. Die letzten Jahre war ich dort Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, habe nebenher aber jedes Jahr einige Wochen im Ausland praktisch mit angepackt. Meine Bücher über meine Erfahrungen in Haiti und im Irak erzählen davon. Campus für Christus hat mich an GAiN, unseren Partner in der humanitären Hilfe, "ausgeliehen", und ich arbeite auf Lesbos unter EuroRelief. Ich habe in meinen ersten Monaten das Warenlager gemanagt. Im Moment verbringe ich ungefähr die Hälfte meiner Zeit auf der Nachbarinsel Chios, wo wir uns mittelfristig auch engagieren möchten.

Camp Moria

Nur wenige Kilometer von Mytilene, der Hauptstadt von Lesbos, entfernt, liegt  Camp Moria. Eigentlich als schneller Umschlagplatz, als "Hotspot" und nicht "echtes" Camp für etwa 2300 Menschen angelegt, dient die kleine unebene Fläche seit dem EU-Türkei-Abkommen 2016 als inhumaner Warteraum für bis zu 10.000 (Stand August 2019) Männer, Frauen und Kinder. Bei Web-Recherchen nach "Camp Moria" stößt man öfters auf Bild- oder Videoartikel. Auf dem Militärgelände sind Fotos nur mit (selten erteilter) Sondergenehmigung möglich, deswegen ist mein Blog eher textlastig. 

Blog wird Buch

Aus meinen Blog ist inzwischen ein Buch geworden. Man kann es beim Verlag bestellen: https://www.fontis-shop.de/Wo-die-Welt-schreit

oder im Campus-Shop: https://shop.campus-d.de/wo-die-welt-schreit-andrea-wegener.html